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Beim Deutschen Ernährungstag 2026 in Berlin wurde klar: Die Zukunft des Essens beginnt direkt vor unserer Haustür. Unter dem Motto „Lokal vernetzt – regionale Ernährung vor Ort aktiv mitgestalten“ diskutierten rund 200 Fachleute, wie regionale Lebensmittel, bessere Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsbildung unser Ernährungssystem stärken können.
Bundesernährungsminister Alois Rainer machte deutlich, dass regionale Ernährung weit mehr ist als ein Trend: Kurze Wege bringen frische Lebensmittel aus der Landwirtschaft direkt in Schulen, Kitas, Kantinen und Mensen – und stärken gleichzeitig Gemeinschaft, Wirtschaft und Heimatgefühl. Besonders wichtig sei das, weil täglich rund 16 Millionen Menschen außer Haus essen, darunter etwa 6 Millionen Kinder und Jugendliche. Mit dem kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung werde gutes Schulessen noch bedeutender.
Im Mittelpunkt standen vier große Ziele der Ernährungspolitik: gesunde Ernährung für Jung und Alt, starke regionale Wertschöpfungsketten, weniger Lebensmittelverschwendung und eine krisenfeste Versorgung der Bevölkerung. Gerade regionale Strukturen sollen dabei helfen, Ernährung nachhaltiger, unabhängiger und widerstandsfähiger zu machen.
Außerdem zeigte der Ernährungstag, wie Kommunen, Schulen und lokale Projekte Menschen wieder stärker für regionale Lebensmittel begeistern können – etwa durch praxisnahe Ernährungsbildung oder innovative Modellregionen wie „Besser essen in der Region“.
Die Botschaft der Veranstaltung: Gute Ernährung entsteht nicht irgendwo, sondern vor Ort – gemeinsam, regional und zukunftsfähig.
Bundesminister Alois Rainer hat Ende April das Projekt EAT-OW in Oldenburg besucht und sich über nachhaltige Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung informiert. Begrüßt wurde er in der Baumhaus-Werkstatt gGmbH mit einem Trompetenständchen eines Bewohners. Gemeinsam mit den Projektpartnern sprach er über die bisherigen Erfahrungen und Erfolge des Projekts. Der Austausch wurde in dem inklusiven Küchenbetrieb beim gemeinsamen Kartoffelschälen fortgesetzt. EAT-OW unterstützt Küchen dabei, stärker auf regionale und ökologische Lebensmittel zu setzen und ihre Angebote nachhaltiger zu gestalten. Außerdem fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Küchen und regionalen Betrieben, um Wertschöpfungsketten zu stärken. Hier gibt es weitere Informationen zum Projekt.
Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2027 – Jetzt bewerben!
Vom 1. April bis 30. Juni 2026 können innovative Bio-Betriebe am Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau teilnehmen. Ausgezeichnet werden nachhaltige Konzepte und praxisbewährte Innovationen, die Umwelt, Klima und Artenvielfalt fördern und gleichzeitig die ländliche Wirtschaft stärken. Vorschläge für herausragende Betriebe können direkt per Mail eingereicht werden. Ziel ist es, den ökologischen Landbau sichtbar zu machen, bewährte Praktiken zu verbreiten und das gesellschaftliche Interesse an ökologischen Lebensmitteln zu steigern.
Hier finden Sie weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen.
Alle Informationen rund um "Besser essen in der Region" lesen Sie in der Richtlinie (PDF, 617 KB, nicht barrierefrei) über die Durchführung des Modellregionenwettbewerbs.
Die BLE beantwortet gerne Ihre Fragen zum Modellregionenwettbewerb.
Service-Hotline +49 (0)228 6845 - 3072
E-Mail mrw(at)ble(dot)de